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Bau- und Wertstoffhof, Rechberghausen

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Die Gemeinde Rechberghausen beauftragte uns mit dem Neubau des Bau- und Wertstoffhof. Im Herbst 2005 konnte nach 12 monatiger Bauzeit die Einweihung offiziell gefeiert werden. Neben einer 450qm großen Photovoltaikanlage auf dem Dach setzt die Gemeinde auch mit der naturnahen Regenwasserbewirtschaftung neue Maßstäbe.

Das Gebäude wurde 2006 am Tag der Architektur vorgestellt.

 

Entscheidung mit Vision

Die Notwendigkeit zur Erstellung eines Neuen Bauhofes war schon lange erkannt. Dynamik in die Planungen kam jedoch, als die Gemeinde Rechberghausen den Zuschlag für das Grünprojekt am 15.07.2003 für 2009 erhielt (kleine Gartenschau). Auch für den landkreiseigenen Wertstoffhof des Abfallwirtschaftsbetriebes war ein neuer Standort wegen der Neuordnung des Bahnhofgeländes mit dem Neubau des ALDI-Marktes zu suchen. Was lag also näher, als beide Standorte zusammenzufassen?

Standort mit Perspektiven

In einer ersten Analyse wurden mehrere Standorte auf ihre Möglichkeiten untersucht. Schnell kristallisierte sich das Grundstück hinter der Tennishalle im Gewerbegebiet "Vor dem Lindach" als Favorit heraus, konnte doch hier das inzwischen erarbeitete Raumprogramm am besten umgesetzt werden. Nach unseren ersten Entwürfen wurde in Abstimmung mit dem Gemeinderat, dem Technischen Ausschuß und der Bauhofleitung die Planung angepasst bis schließlich im Februar 2004 der Bauantrag beim Landratsamt Göppingen eingereicht werden konnte. Bei allen Entscheidungen wurde intensiv die Frage der Kosten erörtert um innerhalb des vorgegebenen Kostenrahmens in Höhe von  1.080.000,- zu bleiben.

Funktion und Gestaltung

Funktional getrennt und separat erschlossen bilden der Bauhof und der Wertstoffhof dennoch städtebaulich eine Einheit. Am Rande des Gewerbegebietes, zwischen Tennishalle und Sportpark Lindach gelegen, wurde eine unspektakuläre Baukörperform und eine sachliche Architektursprache, entsprechend der Nutzung und dem Inhalt, gewählt. Das Bauhofgebäude ist in zwei Bereiche gegliedert. Zum Sportpark hin befinden sich erdgeschossig die Betriebsräume für das Bauhofpersonal. Im Anschluss daran liegt der Hallenbereich, welcher in einen Garagenteil und in einen Lagerbereich aufgeteilt ist. Rings um diese Halleteile sind weitere Lagerräume angegliedert. Über den Sozialräumen sind weitere Lagerflächen ausgewiesen, ebenso auf den Galerien der Hallen.

Der Reiz im Einfachen

Während das Betriebsgebäude als reiner Massivbau ausgeführt wurde, sind die Hallen in Mischbauweise konstruiert. Auf Sichtbetonstützen- und Wänden überspannen Brettschichtholzträger die gesamte Hallentiefe. Die vier Halleneinfahrten wurden mit Hubstaffeltoren aus transluzenten Glasfiberkasetten ausgerüstet, der Hallenboden ist mit einer rutschhemmenden Epoxidharzbeschichtung ausgeführt. Auch in der Fassade wird zwischen dem Betriebsgebäude und dem Hallenbereich differenziert. Der Massivbau ist verputzt und zeigt sich selbstbewusst mit einer markanten Farbgestaltung zum Eingangsbereich des Sportpark Lindach. Die Hallenwände hingegen sind mit einem horizontal verlegten Trapezblechprofil  verkleidet und zeigen sich zu den Nachbargebäuden zurückhaltend. Entlang der südlichen Grundstücksgrenze sind die in identischer Bauweise und Gestaltung die Materialboxen für den Bauhof und die Unterstellflächen für den Wertstoffhof platziert. Der hierdurch entstehende Zwischenraum ist multifunktionale Fläche für Zu- und Ausfahrt, Be- und Entladen, Betankung und Befüllung, Anlieferung und Abholung, bzw. für sonstige alltägliche Arbeiten des Bauhofteams.

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