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WETTBEWERB | Die Stadt Ebersbach hat im Rahmen der Ortskernsanierung auf dem sogenannten „Häfele Areal“ den Standort für das Projekt „Betreutes Wohnen im Alter“ festgelegt. Unser Ziel ist es jedesmal aufs Neue die Besonderheit des Ortes zu suchen. Respekt steht gegen Konflikt; Harmonie gegen Provokation; Ordnung gegen Chaos. Das Wettbewerbsgebiet, in unmittelbarer Nachbarschaft zum Stadtkern und aller im Zentrum liegender Versorgungseinrichtungen ist Chance und Herausforderung zugleich.
Mit dieser Aufgabenstellung können von diesem Standort wesentliche Impulse für die Stadt und deren Bürger ausgehen.
Der Entwurf sieht den Standort der Gemeinschaftseinrichtungen wie Mehrzweckraum, Sozialstation und Cafèteria in direkter Nachbarschaft der bestehenden Strukturen der Fischergasse vor. Durch die direkt Anbindung dieser Funktionen an die Fischergasse entsteht ein neuer Schwerpunkt und Impulsgeber für dieses Quartier. Gleichzeitig wird der problematischen Situation an der Kirchheimer Strasse aufgrund der hohen Verkehrsbelastung Rechnung getragen. Der Ebersbach wird wesentlicher Bestandteil des Entwurfskonzeptes, durchzieht er doch das Wettbewerbsgebiet und fordert eine Auseinandersetzung.
Der Kindergarten wird von der Fischergasse abgerückt, genießt die unmittelbare Nähe zur Fils, und kann an seinem Standort eine solitäre Haltung einnehmen. Direkt dem Vorplatz zugeordnet, bietet der Multifunktionsraum vielfältige Nutzungsmöglichkeiten, sei es als Seniorenbegegnungsstätte, für Gemeinderatssitzungen und sonstige Veranstaltungen. Aufgrund der unterschiedlichen Veranstaltungsmöglichkeiten und seiner exponierten Lage ist er Katalysator zwischen geplanten und vorhandenen Strukturen auch in Bezug auf die ‚offene Altenarbeit‘ und die Integration des neuen Areals und deren künftiger Bewohner. Das Projekt „Altengerechtes Wohnen“ ist in drei Gebäuden untergebracht. Zwei kompakte Riegel östlich des Ebersbaches sowie ein westlich angeordneter Gebäudekomplex bieten älteren Mitbürgern flexible Wohnmöglichkeiten in der Nähe ihres bisherigen Umfeldes. Bewußt orientieren sich sämtliche Wohnungen zum Ebersbach, introvertiert, von den Randbedingungen der Kirchheimer Strasse und der B 10 nicht tangiert. Dadurch entstehen ortsspezifische Qualitäten, die sich permanent mit der vorhandenen Situation auseinandersetzen. Das ‚Gegenüber Wohnen‘ bereichert die Wohnsituation und bietet Platz für Kommunikation. Aus- und Durchblicke schaffen Blickbeziehungen. Insbesondere durch die Orientierung zur Fischergasse, über Brücken erschlossen, werden die Bewohner in das Geschehen der Stadt integriert. Kurze, sichere Wege ermöglichen Selbständigkeit und Mobilität der ‚Alten‘ und sind wesentliches Kriterium bei der Entscheidung, Bewohner dieser Anlage zu werden.
Der Baukörper der Kindertagesstätte zeigt sich als Solitär im südöstlichen Bereich des Grundstückes. Das Gebäude wird von einer begrünten, organisch geformten Holzlamellenwand umschlossen, wodurch geschützte Freibereiche vor dem eigentlichen Gebäude entstehen können. Das Holen und Bringen der Kinder mit dem Pkw erfolgt ohne Störung der Anlage von der Kirchheimer Strasse aus. Der sichere Kindergartenweg führt durch die Wohnanlage über die Fischergasse ins Zentrum. Sämtliche Stellplätze sind oberirdisch gelegen. Auf kostspielige Tiefgaragenparkplätze kann gänzlich verzichtet werden.
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