|
Der Neubau des Feuerwehrhauses Rechberghausen wurde durch einen Wettbewerb entschieden. Reichl, Sassenscheidt und Partner aus Stuttgart erhielten den Zuschlag, wir landeten mit unserer Lösung knapp auf Rang zwei. Für das Stuttgarter Büro konnten wir die örtliche Bauleitung übernehmen. Das Bauwerk wurde mit einem Preis für "Beispielhaftes Bauen" ausgezeichnet. Kollegiale Grüße nach Stuttgart!
Baubeschreibung In reizvoller Lage am Marbach hat die Feuerwehr Rechberghausen ihr neues Zuhause bekommen. Der mächtige Walnussbaum steht auf einem kleinen Platz. Die Topographie wird mit einer Hangmauer aufgefangen. Fertig war der Aussichtspunkt, der Zugangsbereich zur Feuerwehr und zur Wohnbebauung. Das verlegte Schulgässle tangiert den Ort, lädt ein zum Verweilen. Ein Steg über den Marbach eröffnet einen schönen Rundweg durch die Grünanlagen. Trotz der geringen Baumaßnahme ist ein Ort mit unverwechselbarer Atmosphäre und Dichte entstanden. Der Rest ergab sich fast von alleine. Ein schmaler Satteldachbau in Verbindung mit der Fahrzeughalle erinnert in Lage und Größe an den Bauernhof. Selbst die geforderten 24 Stellplätze konnten schlüssig integriert werden. Dass die Bushaltestelle nun den Übergang zur Bahnhofstraße prominent besetzt, ist ein angenehmer Nebeneffekt.
Funktion Durch die Topographie ergibt sich eine in den Hang geschobene Eben, die die Fahrzeughalle aufnimmt. Rechts und links angelagert befinden sich die Ausrüstungsschränke, Sanitärbereiche, Lager und die Einsatzzentrale. Eine Galerieebene im rückwärtigen Bereich der Fahrzeughalle verbindet den Schulungsbereich mit Lager- und Haustechnikflächen. Nach Süden und Norden ist die Fahrzeughalle großzügig aufgeglast, die Halle erscheint größer als sie ist.
Konstruktion Alle tragenden Wand- und Deckenteile wurden in Ortbeton erstellt. Die Dachkonstruktionen der beiden Bauteile bestehen aus unterspanntem Leimbinde, über der Halle als Flachdach, über dem Schulungsbereich als Steildach ausgeführt. Das äußere Erscheinungsbild wird geprägt von durchgefärbten Faserzementtafeln in Kombination mit Metall und Glas.
Außenanlagen Wesentlicher Bestandteil der Gesamtanlage sind die Freianlagen. Verwendet wurden einfache, strapazierfähige Materialien wie Betonpflaster und Asphalt für die Verkehrsflächen. Stellplätze sind mit wasserdurchlässigen Rasensteinen ausgeführt. Das Feuerwehrhaus steht im Schnittpunkt vieler Wegebeziehungen. Eine zusätzliche Wegeverbindung zwischen dem Haug-Erkinger-Festsaal verknüpft wichtige öffentliche Einrichtungen.
Text: Joachim Sassenscheid, Architekt Bilder: Dietmar Strauß
Das Projekt wurde 2003 mit der Auszeichnung für Beispielhaftes Bauen "Landkreis Göppingen 1995-2002" gewürdigt.
Hier geht es zur Bildergalerie Hier geht es zur Bildergalerie Hier geht es zur Bildergalerie Hier geht es zur Bildergalerie Hier geht es zur Bildergalerie Hier geht es zur Bildergalerie Hier geht es zur Bildergalerie Hier geht es zur Bildergalerie Hier geht es zur Bildergalerie Hier geht es zur Bildergalerie Hier geht es zur Bildergalerie Hier geht es zur Bildergalerie Hier geht es zur Bildergalerie Hier geht es zur Bildergalerie |