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WETTBEWERB | Ein Haus für Kinder: Was für einen schöne Aufgabe. Die Gemeinde Adelberg hatte den Wunsch, ein "normales" Haus in einen Kindergarten umzuwandeln. Eine Mehrfachbeauftragung sollte die "beste" Lösung herauskristalisieren. Unser Ansatz war ein kompletter Umbau des Wohnhauses zu einem moderen Kindergarten mit wunderschönem Garten. "to ambitioned" so die Aussage des Preisgerichtes für unseren Lösungsvorschlag. Aber ehrlich gesagt, damit kann man leben, oder?
Der vorhandene Kindergarten erweckt beinahe den Charakter eines "Wohnhauses". Er entspricht weder im Raumangebot, noch in seiner Raumgestaltung den heutigen Wünschen und gar Anforderungen. Die vorgefundenen technischen Anlagen, sowie die Gebäudehülle, Fas-sade und Fensterexnt sprechen nicht dem heu-tigen technischen Stand. Veränderung hierbei sind zwingend. Ein wertvolles Potential bietet jedoch der große Außenbereich. Drei großgewachsene, teilweise sehr wertvolle Bäume im oberen Gartenbereich sind nach unserer Auffassung zwingend zu er-halten. Die gesamte Gartenfläche selbst ist der Nutzung entsprechend neu zu gestalten, damit die Kinder ihre Spielbereiche erhalten, aber sich auch austoben können.
Konzept Vorgabe ist es, soviel als möglich vom Altbau zu erhalten und mit der Erweiterung zu verbinden. Ziel ist es, eine klare Ablesbarkeit des Gebäudes herzustellen.
Städtebau Städtebauliches Ziel ist die Schließung des Straßenraums durch die Anordnung des Haupt-baukörpers am Hirschlesweg entlang. Dadurch erhält der nach Süd - Osten gerichtete Außenbereich des Kindergartens besondere Bedeu-tung. Ebenfalls wird die Industriezone dadurch ausgegrenzt. Der Zugang zum Kindergarten wird bewußt nicht versetzt. Er verbleibt an der historischen Stelle, an der verkehrsarmen Frühlingsstraße. Die kleinteiligen Volumina des Gebäudes orientieren sich dabei an den Propor-tionen aus der unmittelbaren Umgebung.
Organisation Bewußt wurde die Erschließungsebene auf dem Niveau der Frühlingsstraße belassen. Durch das Gefälle des Hirschlesweges können somit die im Gartengeschoß angeordneten Gruppenräume niveaugleich dem Gartenbereich zugeordnet werden. Also: Zugang von der Frühlingsstraße über das Foyer zu den im Erdgeschoß gelegenen Garderoben, je Gruppenraum eine bequeme Abgangstreppe ins Gartengeschoß. Hier befinden sich zugeordnet die sanitären Anlagen, ein Materiallager und die Kochzone. Der Gruppenraum selber bietet genügend Entfaltungsmöglichkeit für die Unterbringung einer Puppenecke, einer Bauecke oder o.ä.. Durch Schiebetrennwände ist es eventuell möglich mehrere Gruppenräume zu einem größeren Raum zusammen zu fassen. Die Kleingruppenräume befinden sich im Erdgeschoß, jeweils jeder Gruppe zuge-ordnet. Im Altbaubereich ist im Gartengeschoß der kleinere Gruppenraum mit seinen Neben-räumen disponiert, sowie der Ton- und Werkraum mit Material- und Abstellräumen mit Putzmittelraum und Heizung. Darüber im Erdgeschoß befindet sich, vergrößerbar um das Foyer, der Mehrzweck-raum, Räume für Personal und Leitung. Vor den Gruppenräumen im Gartengeschoß wird eine terrassenartig angelegte Zone für geschützten Aufenthalt im Freien für Erzählen, Singen, Vorlesen und Spielen etc. ausformuliert. Je Gruppe ist die Terrasse pergolaartig überdeckt, mit beweglichen Sonnenschutz-lamellen.
Umbauphasen Wichtiger Bestandteil des Konzeptes ist die Aufrechterhaltung des Kindergartenbetriebes während der Bauzeit. Auf den Plänen ist dargestellt, daß in fünf Phasen die Erweiterung ohne Eingriff in den vorhandenen Kindergartenbestand vorge-nommen wird. Nach Inbetriebnahme der Erweiterung folgt im Anschluß dann der Umbau des vorhandenen Kindergartens. Heizung und haustechnische Versorgung werden während der Neubauphase und während des Umbaus von der vorhandenen Zentrale aufrechterhalten. Nach Fertigstellung des Umbaus können dann mit den Außenanlagen die Umbaumaßnahmen abgeschlossen werden.
Materialien Mit der Beschränkung auf wenige Materialien (Holz, Glas, Putz) und einfallsreichen logischen Details wird ein prägnanter Ort für Spiel und Phantasie geschaffen, dessen Atmosphäre Kindern Freiraum zur eigenen Gestaltung läßt.
Konstruktion Durch eine Holztafelbauweise wird zudem eine kostengünstige, ökologische Erstellung in kurzer Bauzeit möglich. Die Gebäudeteile sind in Niedrigenergie-bauweise und wartungsarm konzipiert. Der erforderliche Sonnenschutz soll durch Markisen, Jalousien, oder, am gegebenen Ort, durch feststehende Blenden hergestellt werden.
Flächen Das geforderte Raumprogramm ist in allen Bereichen erfüllt.
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