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Aussegnungshalle Eislingen

Aussegnungshalle :: Eislingen Aussegnungshalle :: Eislingen Aussegnungshalle :: Eislingen Aussegnungshalle :: Eislingen Aussegnungshalle :: Eislingen Aussegnungshalle :: Eislingen WETTBEWERB | Ein Ort der Ruhe und des Abschied-Nehmens. Die Göppinger Architekten Gaus & Knödler wurde zur Mehrfachbeauftragung in Eislingen eingeladen. Die Arbeit wurde mit dem 2.Preis ausgezeichnet und entstand in der Zusammenarbeit mit Pfrommer und Roeder, Landschaftsarchitekten aus Stuttgart.

 

 

In der Auseinandersetzung mit der historischen Entwicklung des Friedhofs und der bestehenden Bestattungstradition ist festzustellen, daß es in Eislingen ein dicht belegten „Gottesacker“ mit klarer Außenform vorzufinden ist. Die innere Raumfolge mit ihren Orientierungen, die Geschlossenheit der Grabfelder und die Dichte der Bestattung entbietet unseren Respekt. St. Anna hatte immer einen Sonderstatus als Feldkapelle im „Außenbereich“. Sie gehört zur Raumfolge und Orientierung der Salacher Straße und war nie eng gebunden oder eingemauert. Mit der Standortentscheidung für die zukünftige Feierhalle wird diese Tradition wieder herausgearbeitet.

Die Aussegnungshalle auf den unbelegten Grundstücksflächen des Friedhofs an der Leonhardstraße bietet die Chance, den Friedhof in seiner inneren Substanz ungestört beizubehalten bzw. zu ergänzen und mit einem baulichen Rahmen eine sinnvolle Abgrenzung nach Norden einzuleiten. Die Gebäudegliederung führt zu einem gefaßten, introvertierten und lärmgeschützten „Feierhof“ mit Bezug und Wegeanbindung. Die bestehende Natursteinmauer wird in der Wegeachse vom Haupteingang geöffnet und bis zum Carrillon verlängert. Als weiterer Eingang wird der Feierhof direkt vom Parkplatz Leonhardstraße angebunden. Die Architektur bleibt ruhig und klar und nimmt den Friedhofsraum mit den bestehenden Verbindungen in Besitz.

Die Anbindung an der Leonhardstraße bietet die Chance, die Baumaßnahmen störungsfrei fern der bestehenden Bauten durchzuführen und sich dauerhaft von der Verkehrslärmbelastung der Salacher Straße zu lösen. Notwendige gebäudenahe Stellplätze sind dort bereits vorhanden und werden schon heute gut angenommen. Mit der Liturgie der Bestattungsfeier ist ein wesentlicher Zusammenhang von Wegeverbindungen und Raumbezügen notwendig, der mit einem Neubau an der richtigen Stelle korrekt bedient werden kann. Eine Aussegnungshalle ist nicht nur ein Versammlungsraum. Der letzte Blick auf einen aufgebahrten Verstorbenen, jede Beerdigung im kleinen Kreis oder mit großer Trauergemeinde bedarf eines Raumes, der der Würde dieses Abschieds angemessen ist. Architektur heißt hier, dem zu dienen. Der künstlerische Ansatz bekräftigt die städtebauliche Initiative: Farbspiele und Skulpturen schaffen eine eigenständige Kraft.

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