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Walfahrtskirche Maria-Buch, Neresheim

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DIPLOMARBEIT | Eine Walfahrtsanlage nach heutigen Gesichtpunkten gestaltet, im Dialog stehend mit der historischen Klosteranlage mit der prunkvoll ausgestatteten Hochbarockkirche von Baltasar Neumann. Dabei ist die neue Maria-Buch Walfahrtkiriche auf das Wesentlichste reduziert. Die verwendeten Materialien Beton, Holz und Glas werden sichtbar gezeigt. Der so geschaffene Raum soll Platz für Ruhe, Besinnung, Meditation und Gebet bieten. Die Arbeit wurde mit der Bestnote 1.0 bewertet und mit dem „Carl-Fieger-Preis 1998 / Anerkennung“ gewürdigt.

 

 

Die Wallfahrtskirche „Maria Buch“ steht im unmittelbaren Zusammenhang mit dem Kloster Neresheim. So war es Abt Meinrad 1649, der auf einem seiner Dienstritte zu der nahegelegenen Pfarrei Ohmenheim über den Buchrain ritt und das Gnadenbild von Maria Einsiedeln in jener besagten Buch vorfand. Er nahm dies zum Anlaß, Maria als Schutzpatronin des Härtsfeldes ausrufen zu lassen, denn besonders das Härtsfeld war durch die Wirren des 30jährigen Krieges in Mitleidenschaft genommen worden, ganze Orte waren zerstört und ausgelöscht worden. Die Mariafigur blieb an ihrer ursprünglichen Stelle im Buchenbaum, sie wurde lediglich durch ein Gitter geschützt. In der Folgezeit pilgerten immer mehr Härtsfelder an jenen Ort, bis 1663 der Buchenbaum mit einem kleinen Häuschen umbaut wurde. 1708 ließ dann Abt Magnus den Grundstein zum Bau einer Kirche legen. Auch hierbei war der Buchenbaum mit eingeschlossen. Die Versorgung der Wallfahrtskirche erfolgte schon zu früherer Zeit durch das nahegelegene Kloster. Es gehörte zu den Aufgaben der Mönche, zum einen für die Wallfahrt zu sorgen, zum anderen aber auch detaillierte Aufzeichnungen über die Gebetserhörungen und wundersamen Vorgänge von 1706 ab zu erstellen. Diese Mönche erhielten den Beinamen „Buchherren“.
Durch die Belagerung der Franzosen brannte 1796 die Wallfahrtskirche „Maria Buch“ völlig ab. 1889 wurde dann die heute noch bestehende Kapelle gebaut. Gerade der unmittelbare Kontakt und die Nähe zum Kloster stellen eine reizvolle Herausforderung dar.

Der Weg als „Wallfahrtsweg“:
- Ausgangspunkt Kloster Neresheim
- Für die mühsamen Pilgerwege früherer Zeit
- Kreuzwegstationen stehen am Wegesrand im Wald (Inseln)
- Anfang und Ende
- Als langsame Vorbereitung
- Als sinnliche Wahrnehmung

Der Umgang:
- Als Wegführung der Pilger
- Definiert den Innen- und Aussenbereich (Wald /Heiliger Bereich)
- Gegensatz Natur / Bauwerk
- Bietet Schutz vor Unwettern, Aussenbelästigung, Lärm, Verkehr
- Letztendlich wird aus dem Umgang die Kirche

Die Kirche:
- Ziel des Wallfahrtsweges
- In ihrer Ausstattung ist sie auf das Notwendigste reduziert
- Verschiedene Volumina betonen den Raum unterschiedlich
- Hervorhebung des Altarbereiches durch Abstufung nach unten
- Innen- und Aussenbereich für den Gottesdienst

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